Eine lange Reise
- Von Indien nach England -
Chutneys sind würzige Saucen, die jedoch auch in sehr cremiger oder sogar fester, pastöser Beschaffenheit Gerichten ihre Geschmacksvielfalt geben. Der Ursprung von Chutneys liegt in Indien. Dort werden Chutneys in der Regel frisch zubereitet und zu verschiedenen Gerichten serviert.
Üblicherweise basieren indische Chutneys auf einem Kokosnussfleischpürree. Dadurch haben die Chutneys einen sehr hohen Fettgehalt und können die scharfe, indische Küche ein wenig abmildern. Aber es gibt durchaus auch Chutneys, die genug Schärfe in sich tragen, um ein Gaumenfeuer zu legen. Dabei ist gerade in Indien für nicht geübte Gaumen Vorsicht geboten, wenn es um den Zusatz „scharf“ geht. Das jeweilige Verständnis des Begriffs kann weit auseinander liegen.
Während der Kolonialzeit fanden die Chutneys den Weg nach England und Europa. Dort wurden vor allem gemüse- und fruchtbasierte Chutneys ein Erfolg, die auf der britischen Insel wohl als exotische Marmelade verstanden wurden. Durch „Einmachen“ der Zutaten profitierten die Europäer zudem von der längeren Haltbarkeit.